Kategorie: Presseartikel
Von: WOLFGANG ATZENHOFER
Vorgeschmack auf Festspielzeit
Bei der Eröffnung der neuen Straßenmeisterei legt Landeshauptmann Pröll ein klares Bekenntnis zum Landesdienst ab.

Altstadt in Haag wird zum Guckkastentheater: Der aufwendige Aufbau der Publikumstribüne geht dieser Tage spektakulär über die Bühne.

Gruppenbild mit Landeschef: Belegschaft der Meisterei Haag feierte gestern die Eröffnung der neuen Dienststelle.
FOTO WOLFGANG ATZENHOFER
Positiv turbulente Tage gingen in Stadt Haag über die Bühne. Zwei mächtige Kräne direkt neben dem Kirchturm verkündeten Mittwoch mit dem Aufbau der mächtigen Theatertribüne, dass die Festspielzeit naht. Gestern wurde dann außerhalb der Stadt groß gefeiert. Im neuen Gewerbepark eröffnete das Land Niederösterreich eine moderne 5,6 Millionen Euro teure Straßenmeisterei.
Landeshauptmann Erwin Pröll fand klare Worte: „So lange ich Landeshauptmann bin, werden die Straßenmeistereien nicht privatisiert." Der Straßendienst sichere die Lebensqualität der Bevölkerung und bedeute Sicherheit im Verkehrswesen, sowie Landschaftpflege und Hilfe für die Gemeinden, meinte er. Die große Anteilnahme der Haager Bevölkerung an der Eröffnung wertete Pröll als Wertschätzung der Arbeit des Straßendienstes. Knapp 50 Mitarbeiter betreuen von der neuen Meistere! aus 260 Kilometer Landesstraßen in acht Gemeinden. Vor allem der Winterdienst hat es in sich. 1500 Tonnen Salz und 3500 Tonnen Splitt werden durchschnittlich in der Saison ausgebracht. Allein die Länge der aufgestellten Schneewände beträgt sechs Kilometer. „Das ist hier eine höchst dynamische Region", sagte Pröll. Der Landeschef hatte zuletzt mit Sicherheitsbedenken für die Westautobahn auch verhindert, dass die ASFiNAG ihre Autobahnmeisterei in Haag einspart.
Auf der kulturellen Seite übernimmt Haag im heurigen Sommer eine Führungsposition im Mostviertel, weil Amstetten und Reinsberg kein Theaterfestival veranstalten. Eingeläutet wurde die Festspielzeit mit dem imposanten Aufbau der tonnenschweren Tribüne in der Altstadt. Auf- und Abbau kosten an die 90.000 Euro. 560 Zuseher können in 13 Vorstellungen ab Ende Juni von der Holztribüne aus Shakespeares „Sommernachtstraum" genießen.
