Kategorie: Presseartikel
Von: MARTIN GEBHART
Gegen den Egoismus in der Gesellschaft - Auditorium Grafenegg 2010
15.11.2010 - LANDESFEIERTAG / Landeshauptmann Erwin Pröll setzt Startschuss für das kommende internationale Jahr der Freiwilligen in NÖ.

Intendant Gregor Bloéb zu Besuch beim Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll anlässlich der Leopoldifeier am 15. 11. 2010 im Schloss Grafenegg.
Der große Landesempfang in Grafenegg gehört genauso zur Tradition des Landesfeiertags wie die Feierlichkeiten in Klosterneuburg. Für Landeshauptmann Erwin Pröll ist das Gedenken an den Heiligen Leopold, den Landespatron, bei diesem Empfang auch immer Anlass, um abseits der tagesaktuellen Politik die Orientierung für Niederösterreich darzulegen. So auch diesmal: Mit einer klaren Absage an jene Gesellschaft, in der das Ich immer mehr, das Wir aber immer weniger zählt.
Für Erwin Pröll sind es vor allem drei Antworten, die das Zusammenleben zwischen den Menschen sowie das Zusammenleben im staatlichen Gefüge zukünftig ausmachen werden:
„Wir müssen für eine Gesellschaft eintreten, in der auf Ausgleich und Ausgeglichenheit Wert gelegt“, so Pröll. Mit anderen Worten: Extremismus, Polarisierung, Ausgrenzung oder Aufhetzung können keine Lösung sein. Langfristig gehöre die Zukunft jenen, die Brücken bauen und Gräben schließen können. Wobei damit keinesfalls leistungsfeindliche Gleichmacherei verbunden sein dürfe.
„Wir müssen für eine Gesellschaft eintreten, in der Ehrenamt und die Freiwilligkeit ihren Platz haben“, so Pröll. Für ihn ist somit der Landesfeiertag der Startschuss für das internationale Jahr der Freiwilligen, das im kommenden Jahr gefeiert wird. Niederösterreich will dieses Jahr ganz besonders nutzen, um zu zeigen, dass es den Freiwilligen des Landes zur Seite steht, dass es ein „Land der Freiwilligen“ ist. Immerhin engagiert sich knapp die Hälfte der Landesbürger ehrenamtlich. Deren wöchentliches Arbeitsvolumen entspreche rund 97.000 Vollbeschäftigten.
Bekenntnis und Vertrauen in kleine Strukturen
Prölls dritte Antwort: „Wir müssen für eine Gesellschaft eintreten, in der sich Liebe zur Heimat entwickeln kann.“ Für ihn ist das ein klares Bekenntnis zur Herkunft und Heimat, zur Geschichte und Tradition sowie zu Werten und Gesinnung des Landes. In der aktuellen Diskussion rund um die zentralen und föderalen Strukturen in Österreich ist für ihn die Liebe zur Heimat auch Bekenntnis und Vertrauen zur kleinen Einheit. Landeshauptmann Pröll: „Dabei geht es nicht um Macht, sondern um die Lebensqualität der Bürger.“
